Tezos nutzt nach Angaben der Tezos-Dokumentation Proof of Stake (Konsens über hinterlegte Coins). Statt wie beim Proof of Work (Arbeitsnachweis) um den Konsens zu konkurrieren, setzen Nodes, die hier Baker heißen, Tezos-Token im Staking (Coins zur Netzsicherung hinterlegen) ein, um Blöcke erzeugen zu dürfen und Belohnungen zu beziehen. Nutzer können ebenfalls Token einsetzen, ohne selbst einen Node zu betreiben oder die Kontrolle über ihre Token abzugeben.
Baker prüfen nach Angaben der Dokumentation ausstehende Operationen, bündeln sie zu einem Block, signieren ihn, schlagen ihn anderen Nodes vor und prüfen die Blöcke anderer Baker. Je mehr Baking Power (Gewicht im Konsens) ein Baker hat, desto wahrscheinlicher wird er ausgewählt, Blöcke zu erzeugen oder zu bestätigen und dafür Belohnungen zu beziehen.
Tezos enthält nach Angaben der Dokumentation einen eingebauten Mechanismus auf der Blockchain, um Protokoll-Upgrades vorzuschlagen, auszuwählen, zu testen und zu aktivieren, ohne dass dafür eine Abspaltung der Chain nötig ist. Der Ablauf ist in fünf Perioden gegliedert, die das Protokoll automatisch steuert. Abstimmen können nur Delegates, also Konten, die Blöcke erzeugen und bestätigen dürfen und Delegationen anderer Konten annehmen können; ihre Stimmkraft ergibt sich aus dem selbst hinterlegten und dem an sie delegierten Tez.
Tezos kann nach Angaben der Dokumentation ändern, wie es funktioniert (das Protokoll), ohne dass Nodes größere Änderungen an der Software akzeptieren müssen, die sie betreiben (die Shell). Protokoll-Upgrades haben demnach neue Funktionen wie Smart Rollups (gebündelte Transaktionsverarbeitung) ergänzt und die Zeit zwischen Blöcken verkürzt.