Nach Angaben des Projekts führt Arbitrum Transaktionen außerhalb von Ethereum aus und nutzt Ethereum für die Abrechnung und für die Data Availability. Ein Rollup ordnet viele Transaktionen zu einem Stapel, führt sie auf eigener Infrastruktur aus und legt komprimierte Daten sowie eine Zusage über den Zustand der Chain auf Ethereum ab. Weicht ein Ergebnis von der veröffentlichten Reihenfolge ab, kann ein Validator es anfechten.
Nach Angaben des Projekts sind bei einem Fraud Proof (Betrugsbeweis) zwei Validatoren uneins über eine ausgeführte Transaktion; da Ethereum die veröffentlichten Daten hält, kann nur einer von beiden die Wahrheit sagen. Jede Seite halbiert den Verlauf ihrer Zusagen, bis beide bei der einen Anweisung ankommen, über die sie uneins sind, und Ethereum fungiert dann als Schiedsrichter und erklärt einen Gewinner. Das Anfechtungsverfahren heißt BoLD und weist nach, welcher Validator recht hat.
Die Anfechtungsfrist verzögert nach Angaben des Projekts Abhebungen zurück zu Ethereum, weil dort eine Vertrauensgrenze überschritten wird; Transaktionen innerhalb von Arbitrum betrifft sie nicht. Eine Abhebung von Arbitrum zu Ethereum dauert demnach typischerweise 6,4 Tage. Das Zeitfenster für Anfechtungen kann die DAO für Arbitrum One und Nova nach der Dokumentation ändern.
Die niedrigen Gebühren führt das Projekt unter anderem darauf zurück, dass Transaktionen in Stapeln veröffentlicht werden: Ein Stapel mit 500 Transaktionen verteilt die Kosten einer Veröffentlichung auf alle 500. Hinzu kommt die Komprimierung der veröffentlichten Daten, sodass jeder Stapel weniger kostet.
Mit Stylus kommt nach Angaben des Projekts neben der Ethereum Virtual Machine (EVM) eine zweite virtuelle Maschine hinzu; Smart Contracts (auf der Blockchain gespeicherter Programmcode) lassen sich in Rust, C und C++ schreiben und arbeiten mit Smart Contracts in Solidity zusammen.