Nach Angaben des Projekts ist Filecoin ein Peer-to-Peer-Netzwerk für zuverlässige, dezentrale Dateispeicherung, die auf eingebauten wirtschaftlichen Anreizen und kryptografischen Nachweisen beruht. Kunden bezahlen demnach beliebig viele Speicheranbieter, also Rechenzentren, dafür, ihre Daten zu speichern. Jeder kann als Kunde oder als Speicheranbieter teilnehmen. Die Verfügbarkeit des Speichers wird laut Projekt von keiner einzelnen Instanz kontrolliert; stattdessen soll ein offener Markt für Speicherung und Abruf von Dateien entstehen, der allen offensteht.
Ein Großteil der Filecoin-Nodes ist nach Darstellung des Projekts zugleich ein Node des IPFS-Protokolls. IPFS ist demnach ein offenes Hypermedia-Protokoll, das Daten ohne zentralen Server verwaltet und mit Content Addressing (Adressierung nach Inhalt) dauerhafte Datenverweise ermöglicht, die nicht an bestimmte Geräte oder Cloud-Anbieter gebunden sind. Früher boten IPFS-Betreiber Pinning-Dienste (Dienste zum dauerhaften Vorhalten von Dateien) oft kostenlos an, sodass für sie kein finanzieller Anreiz bestand, online zu bleiben oder eine Datei lange vorzuhalten. Filecoin ergänzt dazu eine Anreizschicht, in der Kunden Speicheranbieter für die langfristige Nutzung bezahlen, um eine zuverlässigere Langzeitspeicherung zu erreichen.
Als Speicherlösung wird Filecoin laut Projekt für eine Reihe von Produkten genutzt, darunter Speicher für NFTs (nicht austauschbare Token), Speicher mit Anreiz für dauerhafte Aufbewahrung und die Archivierung herkömmlicher Datensätze aus dem klassischen Web. Zudem ist es mit verschiedenen Datentypen kompatibel, darunter Audio- und Videodateien.